Selbsttest: den eigenen Namen googeln – Lupe über der Profilkarte am Laptop

Googeln Sie sich selbst: Der 5-Minuten-Selbsttest für Ihren guten Namen

Morgen um neun sitzt Ihnen ein möglicher Auftraggeber gegenüber. Heute Abend um 21:12 tippt er Ihren Namen bei Google ein — am Küchentisch, zwischen zwei Mails. Wenige Sekunden später hat er einen ersten Eindruck von Ihnen, und Sie waren nicht dabei. Genau diesen Blick können Sie sich selbst verschaffen: jetzt gleich, in fünf Minuten.

Warum der Test nur im Inkognito-Fenster zählt

Wer sich im normalen Browserfenster googelt, sieht ein geschöntes Bild. Google kennt Ihre Gewohnheiten: Ihre eigene Website haben Sie oft besucht, Ihre Profile stehen im Verlauf — also rutscht beides nach oben. Ein fremder Entscheider bekommt diese Vorsortierung nicht.

Öffnen Sie deshalb ein privates Fenster:

  • Chrome und Edge: Strg + Umschalt + N (Mac: Cmd + Umschalt + N)
  • Firefox: Strg + Umschalt + P
  • Safari: Cmd + Umschalt + N

Im Inkognito-Modus sehen Sie weitgehend das, was ein Fremder sieht. Kleine regionale Unterschiede bleiben — für eine ehrliche Einschätzung reicht es allemal.

Der Selbsttest in vier Schritten

Schritt 1: Suchen Sie so, wie Ihre Kunden suchen

Geben Sie nacheinander drei Anfragen ein:

1. Ihren Namen: „Vorname Nachname"

2. Ihren Namen plus Stadt: „Vorname Nachname Frankfurt"

3. Ihren Namen plus Branche oder Beruf: „Vorname Nachname Steuerberatung"

Die Varianten zwei und drei sind die wichtigeren. So sucht jemand, der von Ihnen gehört hat und Sie einordnen will — nach einer Empfehlung, vor einem Termin, zwischen zwei Angeboten.

Schritt 2: Bewerten Sie nur Seite 1

Was auf Seite 2 steht, sieht in der Praxis kaum jemand. Gehen Sie die ersten zehn Treffer durch und notieren Sie, was erscheint:

  • Ihre eigene Website oder die Ihres Unternehmens?
  • Berufliche Profile wie LinkedIn oder Xing?
  • Branchenbuch- und Verzeichniseinträge?
  • Redaktionelle Treffer — Artikel, Interviews, ein Porträt über Sie?
  • Namensvettern, also Menschen, die so heißen wie Sie?
  • Oder schlicht: nichts, das mit Ihnen zu tun hat?

Ein kurzer Blick in die Bilder-Suche lohnt ebenfalls: Erscheint dort Ihr Gesicht — oder das eines Fremden mit Ihrem Namen?

Schritt 3: Klicken Sie die ersten drei Treffer an

Stellen Sie sich bei jedem Treffer eine Frage: Würde dieser Inhalt einen Auftraggeber überzeugen, beruhigen — oder eher irritieren? Ein Verzeichniseintrag mit der Adresse von 2016 beruhigt niemanden. Ein aktueller Fachbeitrag unter Ihrem Namen schon.

Schritt 4: Der Perspektivwechsel

Zum Schluss die wichtigste Frage des ganzen Tests: Würden Sie sich — nur auf Basis dieser Seite 1 — selbst beauftragen? Antworten Sie ehrlich. Es schaut niemand zu.

Zwischen-CTA: Wenn Sie diese Auswertung lieber strukturiert bekommen möchten: Der kostenlose Ruf-Check ist die professionelle Version dieses Selbsttests — mit persönlicher Einschätzung statt Bauchgefühl.

Das Bewertungsraster: stark, ausbaufähig oder unsichtbar

Stark: Ihre Website steht oben, dazu erscheinen ein bis zwei redaktionelle Treffer — ein Interview, ein Fachbeitrag, ein Porträt über Ihren Werdegang. Die Profile sind aktuell, Verwechslungen gibt es nicht. Seite 1 erzählt eine stimmige Geschichte über Sie. So sieht es bei den wenigsten aus — umso stärker wirkt es.

Ausbaufähig — der häufigste Fall: Man findet Sie, aber ausschließlich in Selbstauskünften: Website, Profile, Verzeichnisse. Alles stammt von Ihnen, nichts wurde über Sie veröffentlicht. Es fehlt die Stimme Dritter — der Unterschied zwischen „es gibt mich" und „man schreibt über mich".

Unsichtbar: Namensvettern belegen die Treffer, oder es erscheint schlicht nichts Verwertbares. Wichtig: Das ist der Normalfall und kein Versäumnis. Wer zwanzig Jahre gearbeitet statt publiziert hat, hat eben gearbeitet. Nur weiß Google davon nichts.

Was Ihr Ergebnis für Aufträge bedeutet

Wenn Sie stark dastehen, arbeitet Ihr Name für Sie. Empfehlungen kommen „vorgewärmt" an: Wer Sie googelt, findet Bestätigung — und ruft mit einem Vertrauensvorschuss an. Ihre Aufgabe ist Pflege: aktuell halten, gelegentlich ergänzen.

Wenn Sie ausbaufähig dastehen, verlieren Sie keine Punkte, aber Sie gewinnen auch keine. Das genügt, solange niemand vergleicht. Stehen aber zwei Namen auf dem Zettel eines Entscheiders, gewinnt häufig der, zu dem sich mehr Substanz findet — nicht der, der besser arbeitet.

Wenn Sie unsichtbar sind, versanden Empfehlungen leise. Der Interessent googelt, findet nichts, das ihm weiterhilft, und wendet sich dem nächsten Namen zu. Das Bittere daran: Sie erfahren es nie. Es gibt keine Absage, nur einen Anruf, der nicht kommt.

In keinem der drei Fälle geht es übrigens um ein Skandal-Szenario. Bei den allermeisten Selbstständigen und Unternehmern steht nichts Schlechtes im Netz — es steht schlicht zu wenig da. Und das lässt sich planvoll ändern: mit echten, redaktionellen Veröffentlichungen zu Ihrer Person, die Sie vor der Veröffentlichung selbst freigeben.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich den Selbsttest wiederholen?

Alle drei bis sechs Monate. Suchergebnisse verändern sich, sobald neue Inhalte erscheinen — Ihre eigenen oder fremde. Ein wiederkehrender Kalendereintrag genügt.

Ein Namensvetter belegt meine Seite 1 — was nun?

Kein Grund zur Sorge, aber ein klarer Arbeitsauftrag: Je mehr eindeutige, aktuelle Inhalte zu Ihrer Person erscheinen — mit Branche, Ort und Kontext —, desto leichter können Suchmaschinen und Leser Sie zuordnen.

Was, wenn ich etwas Negatives über mich finde?

Vorsicht vor Anbietern, die versprechen, Einträge „löschen zu lassen" — solche Versprechen sind in aller Regel unseriös. Der belastbare Weg ist Aufbauarbeit: eigene, substanzielle Veröffentlichungen, damit Ihre Seite 1 ein vollständigeres und aktuelleres Bild zeigt.

Machen Sie aus fünf Minuten Klarheit einen Plan

Sie wissen jetzt, was Entscheider sehen, wenn sie Ihren Namen eingeben — die meisten Menschen haben diesen Blick nie bewusst geworfen. Wenn Ihre Seite 1 noch nicht das erzählt, was Ihre Arbeit verdient, machen Sie den nächsten Schritt: Starten Sie den kostenlosen Ruf-Check. Wir sehen uns Ihre Suchergebnisse professionell an und sagen Ihnen, wo Sie stehen und welcher Schritt den größten Unterschied macht. Und wenn Sie wissen möchten, wie planvoller Aufbau mit redaktionellen Veröffentlichungen aussieht, finden Sie unsere Pakete transparent erklärt — selbstverständlich geben Sie jeden Text vor der Veröffentlichung frei.

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